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Stefan Kern

Stefan Kern wurde in Hamburg geboren, und studierte von 1988 bis 1993 in Frankfurt. Zu seinen Kommilitonen gehörten dabei beispielsweise Per Kirkeby, Ulrich Rückriem und Franz West.

Kerns Skulpturen sind schön, edel und vor allem: verstörend.

Die präzisen Formen, reduziert auf das funktionale Minimum, betonen das statische Element ihrer dennoch eindeutig skulpturalen Erscheinung. Die harmonische Gestaltung und die einfarbige, neutrale Farbgebung betonen jedoch ihren industriellen Charakter, verwischen die Konturen und lassen sie zum Bestandteil der Umgebung werden.

Kerns Skulpturen sollen in direkter Beziehung mit dem Ausstellungsort wahrgenommen werden. Auch wenn ihre Beziehung zur Umgebung nicht immer gleich offensichtlich ist, beruhen ihre Formen präzise auf einer formalen Analyse des Standortes, für den sie gedacht sind. Die Objekte entziehen sich bewusst der Wahrnehmung als eigenständige Einheiten und integrieren ihre Umgebung dadurch sowohl in den Prozess ihrer Erschaffung, als auch in den der Wahrnehmung.

Man findet Werke von Kern in den bedeutenderen Museen Münchens, und zuletzt stellte er im Neuen Museum in Nürnberg, im ZKM in Karlsruhe, dem russischen Staatsmuseum in St. Petersburg und in der Galerie Wittenbrink in München aus.