Pierre Arman
Arman wurde 1928 in Nizza als Armand Pierre Fernandez geboren. Dem Beispiel van Goghs folgend, signierte er seine Werke nur mit seinem Vornamen, Armand. Bei einer Ausstellung im Jahre 1958 wurde sein Vorname jedoch versehentlich ohne das „d“ angegeben –der Künstler fand daran so großen Gefallen, das er von da an nur noch mit dieser Variante signierte.
Nachdem er schon 1956 ermutigende Erfolge mit Ausstellungen in Paris und London erfahren hatte, schuf Arman im Jahre 1959 die ersten seiner sogenannten „Akkumulationen“, die dann für lange Zeit sein Markenzeichen wurden. Diese Akkumulationen sind im Prinzip „nur“ Anhäufungen identischer Alltagsgegenstände, die der Künstler gesammelt hatte - ähnlich den surrealistischen „objets trouvés“ oder den „ready-mades“ Marcel Duchamps'. Bei Armans Vorgehensweise wurden diese Objekte einfach so, wie sie waren, in Schachteln oder Vitrinen angesammelt und ausgestellt, was diese Werke um ein „Element des Zufalls“ bereicherte. Da Arman die Objekte weder veränderte noch gezielt anordnete, beschränkte sich seine künstlerische Einflussnahme rein auf die Auswahl der Stücke, die so ganz für sich selbst sprechen können. In den achtziger Jahren entwickelte Arman eine starke Faszination für Violinen, als Objekte der Schönheit und Perfektion.
Armans Werke sind auf der ganzen Welt ausgestellt. Die Tate Gallery in London, das Museum of Modern Art in New York, das Centre Georges-Pompidou in Paris, die Galerie Beaubourg in Vence, die Marlborough Gallery in Monaco und die Basel Art präsentieren oder präsentierten seine Stücke. Im Oktober 2005 ist Arman in New York verstorben.
|
|